Ratgeber-Boerse

Der Handel mit Devisen

Das Vertrauen in börsengehandelte Anlageformen wie Aktien, Fonds und Derivate, aber auch in Euro-Sparbriefe hat durch die weltweite Finanzkrise gelitten. Auf langfristige Wertsteigerungen von börsennotierten Papieren oder auf die Sicherheit von Spareinlagen bis zum Eintritt des Rentenalters möchten sich viele Anleger nicht mehr verlassen.

Als Alternative kann die Spekulation mit Devisen Sicherheit gegen Abwertung der eigenen Währung und überdurchschnittliche Gewinnmöglichkeiten bieten. Im einfachsten Fall richtet sich ein Anleger ein beispielsweise für US-Dollar vorgesehenes Fremdwährungskonto ein, zahlt bei schlechter Dollar-Bewertung seinen Euro-Anlagebetrag auf das Konto ein, das zum Tageskurs umgerechnet und als Dollar-Betrag geführt wird, und hebt es wieder ab, wenn der Dollar im Vergleich zum Euro gestiegen ist.

Der Erwerb von Devisenzertifikaten ist eine andere Möglichkeit, auf schwankende Wechselkurse zu spekulieren, verspricht aufgrund der Hebelwirkung größere Gewinne, weist allerdings auch große Verlustrisiken auf. Generell können selbst Profis die Entwicklung des Wechselkurses von Währungen kaum vorausberechnen – die Währungsspekulation gehört zu den riskantesten Anlageformen.